Slogan Climate Connection

Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR)

Mit der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) werden diese Anforderungen konkreter und schaffen klare Leitplanken für zukunftsfähige Verpackungen. Unternehmen, die ihre Verpackungen frühzeitig konform ausrichten, sichern Marktzugang, erhöhen die Qualität ihrer Materialentscheidungen und schaffen Transparenz für Kunden und Partner. Künftig geht es insbesondere darum, definierte Material- und Designkriterien einzuhalten, Schwellenwerte sicher zu managen, den Einsatz bestimmter Stoffe – etwa PFAS in spezifischen Anwendungen – auszuschließen sowie Rezyklatvorgaben und Recyclinganforderungen nachvollziehbar zu erfüllen.

Letzte Publikationen

Regulatorischer Ausblick 2026 – ESG-, Energie- und Kreislaufwirtschaftsregulatorik
Climate & Circularity: Trends, Use Cases und regulatorische Entwicklungen

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Lösung

Wir bauen gemeinsam mit Ihnen eine produktspezifische Konformitätsstruktur auf und dokumentieren sie so, dass sie regulatorisch belastbar und prüffähig ist. Dafür klären wir Ihre Rolle in der Lieferkette, prüfen relevante Fristen und leiten daraus die konkreten Material- und Stoffanforderungen für Ihre Produkte und Verpackungen ab. So entsteht eine klare, nachvollziehbare Konformitätslogik, die Marktfähigkeit absichert, Transparenz in der Lieferkette schafft und Sie auf zukünftige Prüfungen strukturiert vorbereitet.

vorteile

Rechtssicherheit im EU-Binnenmarkt

Kostenvorteile durch optimierte Verpackung

kennzahlenerhebung

Innovationsschub im Produktdesign

Umweltbelastungen reduzieren

Stärkung der Kreislaufwirtschaftsstrategie

Unser Ansatz folgt einem pragmatischen Prozess

eins

Betroffenheit und Rolle prüfen

Wir klären Ihre Rolle im Markt (Hersteller, Importeur, Vertreiber) und identifizieren, welche konkreten Pflichten sich daraus ergeben.

zwei

Fristen und Übergangsregelungen bewerten

Nicht alle Anforderungen treten gleichzeitig in Kraft. Wir analysieren Zeitpläne, Übergangsfristen und priorisieren Handlungsfelder.

drei

Eingesetzte Materialien analysieren

Materialien, Lieferanten, Funktionen im Produkt und Verpackungsbestandteile werden systematisch erfasst und regulatorisch eingeordnet.

vier

Risikoscreening durchführen

Verwendete Stoffe, Verbundmaterialien, Recyclingfähigkeit, Rezyklatbedarf und Formatvorgaben werden bewertet. Kritische Substanzen und potenzielle Schwellenwertüberschreitungen werden identifiziert.

fünf

Konformitätsdaten aufbereiten

Lieferantenerklärungen werden eingeholt, technische Datenblätter erstellt und Nachweise strukturiert dokumentiert – auditfähig und prüfbar.

sechs

Verantwortungs- und Kennzeichnungspflichten erfüllen

Pflichten aus der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility – EPR) werden geprüft, Kostenwirkungen bewertet und Kennzeichnungsvorgaben umgesetzt.

Das sagen unsere Kunden

Wir sprechen Klimaklartext, sprechen Sie uns einfach an!


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FAQ: EU-Verpackungsverordnung (PPWR)

Fragen und Antworten rund um das Thema PPWR

Dieses FAQ erklärt, was die PPWR ist, wofür sie eingesetzt wird, wie sie funktioniert und welche Anforderungen sich daraus für Unternehmen ergeben. Außerdem wird eingeordnet, für wen die Verordnung relevant ist und welche Ziele sich damit erreichen lassen.

Grundlagen

Die PPWR ist die EU-Verpackungsverordnung „Packaging and Packaging Waste Regulation“. Sie regelt, welche Verpackungen in der EU in Verkehr gebracht werden dürfen und welche Anforderungen für Verpackungsabfälle, Verpackungsdesign, Recyclingfähigkeit, Wiederverwendung und Kennzeichnung gelten. Als Verordnung gilt sie einheitlich in allen EU-Mitgliedstaaten.

Die PPWR wird eingesetzt, um Verpackungsabfälle zu reduzieren, Verpackungen kreislauffähiger zu machen und den Einsatz von Primärrohstoffen zu senken. Gleichzeitig soll sie Verpackungsstandards in der EU harmonisieren und Unternehmen einen einheitlicheren regulatorischen Rahmen geben.

Die PPWR regelt den gesamten Lebenszyklus von Verpackungen – vom Design über Materialeinsatz und Kennzeichnung bis zur Wiederverwendung, Sammlung und Verwertung. Unternehmen müssen ihre Verpackungen künftig stärker auf Recyclingfähigkeit, Materialeffizienz, Rezyklatanteile und bestimmte Wiederverwendungsanforderungen ausrichten.

Die PPWR ist am 11. Februar 2025 in Kraft getreten. Die allgemeine Anwendung beginnt ab dem 12. August 2026, also 18 Monate nach Inkrafttreten.

Die PPWR ist relevant, weil sie Verpackungen direkt reguliert und damit Anforderungen an Produktdesign, Beschaffung, Logistik, Kennzeichnung und Nachweisführung verändert. Unternehmen, die Verpackungen herstellen, nutzen oder in Verkehr bringen, müssen ihre Verpackungslösungen rechtzeitig prüfen und anpassen.

Voraussetzungen

Benötigt werden ein Überblick über die eingesetzten Verpackungen, klare Verantwortlichkeiten im Unternehmen und ein strukturierter Prüfprozess für Materialien, Formate und regulatorische Anforderungen. In vielen Fällen ist es sinnvoll, Einkauf, Produktentwicklung, Qualität, Nachhaltigkeit und Recht frühzeitig einzubinden.

Wichtig sind Informationen zu Verpackungsmaterialien, Gewichten, Volumina, Rezyklatanteilen, Verpackungszwecken, Wiederverwendungsoptionen und Recyclingfähigkeit. Zusätzlich können Nachweise zu Stoffen, Kennzeichnung und Konformität erforderlich sein.

Hilfreich sind saubere Verpackungsdaten, Materialdatenbanken und digitale Tools zur Dokumentation, Bewertung und Nachverfolgung von Verpackungsformaten. Entscheidend ist, dass Verpackungen konsistent erfasst und regulatorische Anforderungen systematisch geprüft werden können.

Grundkenntnisse zu Verpackungen, Materialströmen und regulatorischen Anforderungen sind hilfreich. In der Praxis arbeiten Unternehmen häufig interdisziplinär oder mit externer Unterstützung, um die Anforderungen an Design, Kennzeichnung und Kreislauffähigkeit korrekt umzusetzen.

Funktionsweise

Typischerweise beginnt die Umsetzung mit einer Bestandsaufnahme aller relevanten Verpackungen. Danach werden Verpackungen auf Anforderungen wie Vermeidbarkeit, Materialeffizienz, Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteile, Kennzeichnung und Wiederverwendung geprüft; anschließend werden Maßnahmen zur Anpassung geplant und umgesetzt.

Häufig beteiligt sind Einkauf, Verpackungsentwicklung, Produktmanagement, Nachhaltigkeit, Qualitätsmanagement, Supply Chain und Recht/Compliance. Welche Bereiche eingebunden werden müssen, hängt davon ab, wie stark Verpackungen in Produktdesign, Logistik und Vermarktung eingebunden sind.

Besonders wichtig sind Anforderungen an die Vermeidung unnötiger Verpackung, an Recyclingfähigkeit bis 2030, an Rezyklatanteile in Kunststoffverpackungen, an Wiederverwendung bzw. Wiederbefüllung in bestimmten Anwendungsfällen sowie an Kennzeichnung und Stoffbeschränkungen, etwa bei PFAS.

Abgrenzung

Die bisherige Verpackungsregelung war eine Richtlinie, die in nationales Recht umgesetzt werden musste. Die PPWR ist eine Verordnung und gilt damit unmittelbar und einheitlicher in allen Mitgliedstaaten; zugleich erweitert und präzisiert sie viele Anforderungen entlang des gesamten Verpackungslebenszyklus.

Freiwillige Standards oder Designleitfäden können Unternehmen bei nachhaltiger Verpackung unterstützen. Die PPWR ist dagegen verbindliches EU-Recht und legt rechtlich relevante Anforderungen fest, die für das Inverkehrbringen von Verpackungen eingehalten werden müssen.

Eine Recyclingstrategie konzentriert sich vor allem auf Verwertung und Materialkreisläufe. Die PPWR greift früher an und reguliert bereits das Verpackungsdesign, die Vermeidung unnötiger Verpackung, Wiederverwendung, Rezyklatanteile, Kennzeichnung und Stoffanforderungen.

Anwendungsfälle

Die PPWR ist für praktisch alle Unternehmen relevant, die Verpackungen herstellen, nutzen, befüllen, importieren oder in Verkehr bringen. Besonders betroffen sind Hersteller, Markenunternehmen, Händler, E-Commerce-Unternehmen, Lebensmittelunternehmen und Logistikakteure.

Mit der PPWR-Umsetzung können Unternehmen regulatorische Risiken reduzieren, Verpackungssysteme zukunftssicher aufstellen und ihre Daten- und Materialtransparenz verbessern. Gleichzeitig schafft eine frühzeitige Umsetzung die Grundlage, Verpackungen kreislauffähiger, ressourceneffizienter und langfristig marktfähiger zu gestalten.

Grenzen und Missverständnisse

Die PPWR allein macht Verpackungen nicht automatisch nachhaltig. Sie setzt einen regulatorischen Rahmen, innerhalb dessen Unternehmen ihre Verpackungen und Prozesse aktiv anpassen müssen.

Herausfordernd sind vor allem unvollständige Verpackungsdaten, fehlende Transparenz über Materialzusammensetzungen, komplexe Lieferketten und die Abstimmung zwischen Entwicklung, Einkauf und Compliance. Je früher Unternehmen diese Themen strukturiert angehen, desto leichter lässt sich die Umsetzung steuern.